Fischfang
Fischfang am Königssee
Fischfang, Hege und Pflege des Fischbestandes im Königssee werden heute von Thomas Amort durchgeführt, dem einzigen Berufsfischer am Königssee. Die Fischerei liegt am Ufer der Halbinsel St. Bartholomä, gleich neben der gleichnamigen Wallfahrtskirche. Für den Fischfang werden Kiemennetze (Boden und Schwebnetze), Zugnetze und Reusen verwendet. Die Netze werden in unterschiedlichen Tiefen von der Wasseroberfläche bis zu 120 Metern ausgelegt. Frühmorgens werden die Netze kontrolliert, um Fische zu entnehmen und die Netze wieder zu richten.
Die Wintermonate nützt der Fischermeister zur Herstellung und Reparatur der Netze und Reusen. Gefischt wird am Königssee von März bis Ende Dezember, wobei zu bestimmten Jahreszeiten für einige Fische Schonzeiten einzuhalten sind. Die bisher größte im Königssee gefangene Seeforelle ging Fischermeister Amort Rudi 1976 ins Netz. Sie wog ganze 27,5 kg, hatte einen Umfang von 80 cm und war zirka 12 Jahre alt. Sie ist im benachbarten Wirtshaus St. Bartholomä zur Besichtigung ausgestellt.